Babelsbergs berühmteste Straße, die »Berliner Straße«, existiert genaugenommen gar nicht.
Die Freiluftkulisse auf dem Gelände des Studios Babelsberg entstand 1998 zum Kinofilm Sonnenallee unter der Regie von Rainer Schaper, nachdem die Filmemacher in ganz Berlin keinen passenden Straßenzug „mit Mauer und Grenzübergang“ fanden. Erste Pläne und Vorhaben der DEFA scheiterteten bereits zu DDR-Zeiten aus Kostengründen.
Auf dem 7.000 Quadratmeter großen Areal des Filmstudios stehen etwa 26 Hausfassaden aus versiegelten Platten und verputztem Drahtgewebe, die von bis zu 14 Meter hohen Stahlkonstruktionen gehalten werden und sich flexibel umgestalten lassen. Für zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen diente das vielfältige Set seither als Kulisse.

Unter anderem entstanden die Filme „Sonnenallee” und „Der Pianist” in den wechselnden Kulissen der „Berliner Straße”.
Quellen
- Nadja Klinger: Deutschland, eine Fassade. 03.10.2003. In: Der Tagesspiegel, Abgerufen am 10. Februar 2009.
- Berliner Straße. In: Wikipedia, Abgerufen am 10. April 2009.



