Wertvolles für die Chronik

Martin Schuster hat Wort gehalten. Der erste „Volltreffer“, das Magazin über den traditionsreichen Fußballklub SV Warnemünde, liegt in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt vor. Der 22-jährige Student hat es erarbeitet und die Druckerei Hahn den Druck gesponsert.

Martin ist nun in Warnemünde unterwegs, um das Magazin auszulegen. Fußballfreunde erhalten es, solange der Vorrat reicht, unter anderem in der Buchhandlung Krakow, bei Meissner in der Mühlenstraße, in der Kurbibliothek oder im Vereinsheim an der Parkstraße kostenlos.

Durch diese Lektüre sind sie immer auf dem Laufenden über das, was im Klub passiert. Einmal monatlich will Martin Schuster in einer neuen Ausgabe über Geschehnisse rund um den Traditionsverein berichten. „Dabei wollen wir historische Fundstücke, aktuelle Spielergebnisse unserer Mannschaften, Spielberichte, Torschützen, Regelveränderungen sowie die Tabellenstände der einzelnen Teams veröffentlichen“, erzählt der Student, der in der zweiten Mannschaft des SV Warnemünde im Mittelfeld spielt. Außerdem will er über die Vorstandsarbeit berichten. Der „Volltreffer“ will zudem – wie auch schon die Vereins-Zeitung der Warnemünder Fußball-Vereinigung von 1911 – den Sportgedanken fördern.

Martin Schuster stellt nach und nach die Chronik des Fußballvereins zusammen. Dessen erste Mannschaft spielt in der Landesliga und die zweite in der Kreisliga. 1997 erlebte der Verein eine Sternstunde. Damals traten die Kicker aus dem Ostseebad im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund an. Mit einem Sieg gegen den Gewinner des Weltpokals hatte kaum jemand wirklich gerechnet. Der SV Warnemünde unterlag 0:8, aber „dabei gewesen zu sein, das zählt“, zitiert der junge Fußballer den Sportgedanken.

Seit 1903 wird im Seebad Fußball gespielt. Mehrfach hat sich seither der Klub umbenannt. 1903 hieß er Warnemünder Fußballklub, später Warnemünder Fußball-Vereinigung, BSG Motor Warnowwerft und nun SV Warnemünde Fußball e.V. Wer Zeitungsausschnitte, Spielerpässe, Fotos, die seit 1924 erschienene Vereinszeitung oder anderes über den Verein besitzt, wäre bei Martin Schuster richtig. Von 1912 bis 1924, dem Erscheinungsjahr der ersten Vereinszeitung, fehlt ihm noch jegliches Zeitzeugnis.

Von Ute Langer bekam er nach dem Aufruf in der OZ vom November ein Tonband, auf dem ihr vor zehn Jahren verstorbener Onkel Willi Krüger das Vereinslied gesungen und über die Anfänge des Klubs gesprochen hat. „Das war sehr hilfreich für mich“, meint Schuster zufrieden. Er hat sich auch über Fotos von Rudolf Buhrtz gefreut. Dessen Vater spielte lange im Verein Fußball. Das älteste Foto stammt von 1925.

Der Artikel wurde am 22. Dezember 2005 in der Ostsee-Zeitung (OZ) veröffentlicht.

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