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Strand auf Koh Samet
Thailand

Koh Samet: Insel im Golf von Thailand

Nur etwa 200 Kilometer südöstlich von Bangkok liegt die kleine Urlaubsinsel in einem Marine Nationalpark (seit 1981). Koh Samet (auch: Ko Samet oder Ko Samed) wird vor allem an den Wochenenden von Einheimischen aus Bangkok für einen Ausflug oder Kurzurlaub besucht. Auch westliche Touristen sind auf der Insel im Golf von Thailand anzutreffen.

Die Insel ist mit der gemütlichen Fähre oder dem Speedboot von Ban Phe aus zu erreichen. Vom größten Inselanleger führt eine gepflasterte Straße mit vielen Läden, Garküchen, Mietstationen für Roller in Richtung Süden zum weißen Sandstrand. Bei dem Eintritt in den Nationalpark wird von den uniformierten Rangern eine Gebühr von 200 Baht eingesammelt. Dafür sind wilde Tiere anzutreffen – auf den Straßen leben Hunde und Katzen, Geckos und Frösche schleichen umher und der schwarze Nashornvogel sitzt mit seinem auffällig gelben Schnabel hoch oben im Baum. Und Achtung! Gemächlich schlängelte sich eine etwa zwei Meter lange Schlange durch den Hinterhof unserer Herberge. Entwarnung: Wir sind interessierter an ihr als sie an uns.

Die gesamte Ostküste ist mit vielen kleinen Palmenstränden gesäumt, je südlicher, umso ruhiger und leerer wird es. Es schwappt klares Wasser auf den weißen, feinen Sandstrand. Durch die Brandung und die Grillen im Unterholz ist es allerdings nicht wirklich leise. Dafür entschädigt an jedem Strandabschnitt eine gemütliche Bar mit kühlen Getränken und frischem See Food im Schatten. Man kann entspannt von Strand zu Strand spazieren – entweder über die Granitsteine am Ufer oder über die kleinen Sandwege, teilweise durch die Wälder. Auf den wenigen Straßen bilden die rasanten Mopeds die deutliche Überzahl der Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Radfahrer sind nur äußerst selten anzutreffen. Auf unserem Rückweg zur Fähre treffen wir am Vormittag auf eine Invasion von lauten Chinesen, die von den Schnellbooten am Strand abgeladen werden und sich für Selfies am Wasser posieren und rekeln.

Auf der Insel kann an den Stränden wirklich entspannt werden, zudem werden Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und Ausflüge zu anderen Inseln angeboten. Die größeren Restaurants bieten zum Teil westliches Essen und vor allem viel Sea Food. Wir hatten den Eindruck, dass die Insulaner nicht für ihre Gastfreundschaft berühmt werden und eher genervt wirkten.

Unser Lieblingsstrand war Ao Cho.

Transfer Bangkok nach Koh Samet

Wir buchten in einem örtlichen Reiseservice kurzfristig einen Transfer von Bangkok nach Ko Samet mit dem Minibus (600 Baht pro Person). Um 12 Uhr geht es los. Der klimatisierte Minibus ist vollkommen überfüllt mit Fahrgästen und Gepäck, der hippelige Fahrer ist freundlich, macht Spaß über unsere Reiseziele (ihr wollt nach Phuket?), telefoniert lautstark, tippt auf seinem Telefon herum, verteilt Cola-Bonbons an alle und macht zum Pullern einen kurzen Zwischenstopp auf dem Notstreifen der Autobahn. Danach folgt der zweite Umstieg auf einer heißen Autobahntankstelle. Der nächste Fahrer (wir treffen ihn auf der Rückreise wieder) ist eher ruhig, umkurvt alle Staus durch gekonntes Überholen und kauft sich zwischendurch gut riechendes Essen an einem Imbiss. An der Autobahn sind Tempel, Buddhas, Lagerstellen, Plantagen, Märkte und Verkaufsstände zu sehen, im Bus läuft heimische Musik und zwischendurch steigen Einheimische unangekündigt aus. Im Hafenort Ban Phe geht es mit dem kleinen Fährschiff (gesteuert von der Tochter des Kapitäns) und nur wenigen Passagieren in knapp einer Stunde auf die Insel, die wir kurz nach 17 Uhr erreichen. Fazit der Hintour: Die gesamte Transportlogistik funktioniert trotz chaotisch wirkendem System tadellos.

Die Fähren von der Insel zurück nach Ban Phe legen regelmäßig ab und kosten 50 Baht (etwa 1,30 Euro), schneller geht es mit dem Speedboot. Der Minibus (200 Baht), Linienbus (150 Baht) oder auch Taxis fahren anschließend zurück in die Hauptstadt. Die Fahrscheine der Etappen einzelnd zu kaufen ist also günstiger als das Gesamtpaket von Bangkok auf die Insel zu buchen.

Unterkünfte auf Koh Samet

Unterkünfte auf Koh Samet sind deutlich teurer als auf dem Festland und in Bangkok. Es git keine Hotelburgen, dafür schöne Resorts und kleine Bungalows. Wir haben vor der Anreise gebucht und für zwei Nächte im Sky Cottage in zweiter Reihe gewohnt. Das Zimmer mit zwei Einzelbetten war klein, sauber und mit einer großen etwas unpraktischen Fensterfront zum Hauptgang des Cottage eingerichtet. Im Preis war ein abgespecktes Frühstück inbegriffen.

Auf dem Weg vom Anleger in Richtung Süden der Insel gab es viele, kleine Bungalows und Resorts in direkter Strandlage. Das nächste Mal also erst vor Ort eine Unterkunft suchen. Nur an den Wochenenden und Festtagen könnte es voll werden, wenn die Einheimischen anreisen.

Und jetzt du!

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