Meine 12 Tipps für Warnemünde

Warnemünde ist das charmante und populäre Ostseebad an der Warnow. Die Badewanne der Berliner oder der schönste Stadtteil der Hansestadt Rostock. Für mich ist es Heimathafen und damit eine Verbindung in meine Heimat. Ich habe nur kurz nach meiner Geburt und kurz vor dem Weggang aus meiner Heimatstadt direkt in Warnemünde gewohnt und zwischendrin sehr viel meiner jungen Lebenszeit dort verbracht.

Das sind meine 12 Tipps für Warnemünde, du du nicht verpassen solltest:

1. Warnemünder Leuchtturm

Der Leuchtturm ist das historische Wahrzeichen des Ortes seit Ende des 19. Jahrhunderts. Von oben gibt es eine herrliche Aussicht auf das Seebad sowie die Ostsee (bei guter Sicht) bis nach Dänemark. Der günstige Eintrittspreis an die eifrigen Leuchtturmmänner lohnt sich allemal und wird von dem Trägerverein für gute Zwecke gespendet. Immer am 1. Januar wird das neue Jahr durch das bundesweit bekannte Warnemünder Turmleuchten (ehemals Leuchtturm in Flammen) mit zehntausend Besuchern bei einer Show aus Musik, Licht und Feuerwerk begrüßt. Am Fuße des Leuchtturms fällt der Teepott (1967 nach Plänen von Ulrich Müther entworfen) mit seiner geschwungenen Hyparschalenarchitektur ins Bild.

2. Strand und Strandkorb

In Warnemünde wurde 1882 der Strandkorb für die rheumakranke Dame namens Elfriede von Maltzahn erfunden. Als sein Erfinder gilt der Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann. Also, ab an den breitesten Strand der deutschen Ostseeküste und einen Strandkorb besetzen. Ein Strandbesuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit! Entweder Schwimmen, Sonnenbaden, Strandgut sammeln, spazieren, Sonnenuntergänge genießen oder Drachensteigen lassen.

3. Alter Strom mit Fischbrötchen und Kuttern

Fischbrötchen und ein lokales Rostocker Pils (oder Radler) am Alten Strom, der maritimen Bummelmeile parallel zum einstigen Warnowzulauf aus Rostock. Aber Vorsicht! Die Möwen lieben es, sich auf unachtsame Fischbrötchenesser zu stürzen und ihnen den Fisch zu rauben. Das Bier sollte sicher sein. Wirklich frischen Fisch direkt vom Kutter gibt es bei den wenigen noch einheimischen Fischern auf der Ostseite des Alten Stroms. Am Wochenende ist dort Fischmarkt. Die zu überquerende Brücke ist eine historische und denkmalgeschützte Drehbrücke (von 1903) und wird (nach längerer Pause) nur einmal im Jahr zum Stromfest geöffnet.

4. Alexandrinenstraße

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Die schönste Straße des Ortes ist die hintere Reihe (Achterreeg) und gehört zum historisches Zentrum. Hinter dem Alten Strom geht es zu wie in der Puppenstube: Hübsch hergerichtete Fischer- und Kapitänshäuser mit kleinen Veranden auf beiden Seiten des Kopfsteinpflasters. Das volkskundliche Heimatmuseum Warnemünde mit wechselnden Ausstellungen ist in der Alexandrinenstraße 31 untergebracht. Die Straße solltet ihr unbedingt sehen – am besten von Süden nach Norden!

5. Westmole mit Molenfeuer

Heute bitte eure Stimme abgeben! Ihr habt die Wahl. #ltwmv #lighthouse #warnemünde #wmmdePUR #welovewmnde

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Von Süden kommend mündet der Fußweg vom Alten Strom nordwärts auf der Westmole. Das Warnemünder Nordkap ist der beliebteste Treffpunkt für alle wetterbeständigen Luftschnapper. Besonders an Wochenenden oder Feiertagen kann es recht voll werden. Die Sonnenuntergänge dort sind traumhaft. An der Spitze konkurriert das grüne Molenfeuer (seit 1985) mit dem Roten von der Ostseite.

6. Schiffegucken

Warnemünde gilt als der größte deutsche Kreuzfahrthafen, gemessen an den jährlichen Schiffsanläufen, die im Jahr 2013 auf fast 200 Anläufe anstieg. Alle großen Reedereien halten in Warnemünde und nur bei Vier- oder Fünffachanläufen müssen die Schiffe in den Überseehafen ausweichen. Viele internationale Passagiere fragen sogleich nach dem direkten Weg nach Berlin. Daher: Warnemünde ist der Port of Berlin. Der beste Spot zum Schiffegucken befindet sich auf den beiden Molen. Neben den Ozeanriesen sind vor allem zur Hanse Sail, immer am ersten Augustwochenende, hunderte Traditionssegler und dampfende Museumsschiffe im Fahrwasser. Ein Eldorado für alle Schiffefans!

7. Eis geht immer

Am Alten Strom 102 solltet ihr Die Eisdiele ausprobieren, dort gibt es hausgemachtes Kugelsis seit 1946. Auf dem Weg zur Warnowfähre zwischen Bahnhofstunnel und Fähranleger gibt es seit Mitte der 1980er Jahre eine unspektakuläre Eisbude, die erstklassiges Softeis in drei Sorten mit und ohne Schokoüberzug anbietet. Mhhh!

8. Strandpromenade

Wer vom Strand kommt landet unweigerlich auf der Strandpromenade. Das Mekka für alle Spaziergänger. Sie führt auf etwa zwei Kilometern vom Leuchtturm und Teepott bis zum Küstenwald vorbei an Strandvillen, den prominenten Strandhotels (Hübner oder Hotel Neptun) und breiten Sanddünen. Die Strandpromenade ist einzig dem Fußvolk überlassen, an Veranstaltungstagen von Warnemünder Woche, Hanse Sail oder anderen Festen wird sie zu Bummelmeile umfunktioniert. Wer bei einem Fußmarsch oder einem langen Strandtag Hunger bekommt, sollte in der legendären Broilerbar (knusprige Broiler vom hauseigenen Grill) im Hotel Neptun einkehren.

9. Küstenwald bis nach Wilhelmshöhe

Die Strandpromenade endet im Westen an den herrlichen Küstenwald. Im Naturschutzgebiet Stoltera(a) geht es fußläufig bis nach Wilhelmshöhe. Ein Hotel und perfektes Ausflugsziel mit Rad oder auch zu Fuß. Ein Küstenwanderweg und zwei Lehrpfade mit astronomischer und naturkundlicher Thematik führen durch die Stoltera. Auch der Ostseeküsten-Radweg verläuft hier entlang des Küstenwaldes, der von Buchen, Stieleichen und Birken dominiert wird. Im zeitigen Frühjahr kann man hier Teppiche aus Buschwindröschen bestaunen, etwas später duftet alles nach Waldmeister.

10. Robbenstation

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Seit 2008 sind die Robben los! Die Robbenforschungsstation Marine Science Center ist auf der anderen Seite im Yachthafen Hohe Düne beherbergt und bringt interessierte Tierfreunde die schwimmenden Seehunden, Seelöwen und Seebären nahe. Den Wissenschaftlern kann bei der täglichen Arbeit und den Experimenten zugesehen werden. Unter dem Motto Wissenschaft hautnah erleben gibt es vielfältige Möglichkeiten, die faszinierende Welt der Robben und die Forschung kennenzulernen.

11. Werft

Warnemünde war (ist/wird?) ein bedeutender Werftstandort. Die Warnowwerft Warnemünde war der größte Werftbetrieb der DDR und hat auch nach der Wende hunderte Containerschiffe und eine Bohrinsel (Stena Don) produziert. In Zeiten von Warnowwerft über Kvaerner, Aker, Wadan oder Genting wandelte sich die einstige Volkswerft mit legendärem Kabelkran zu einer Spezialwerft mit blauem Bockkran. Zukunft weiterhin ungewiss.

12. Wochenmarkt

Marktzeit auf dem Kirchenplatz in #Warnemünde. Am Alten Strom ist Fischmarkt. #wmndePUR

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Am Samstagvormittag ist auf dem Kirchenplatz Wochenmarkt. Vorsicht, die Einheimischen sind unterwegs. Auf der Ostseite des Alten Stroms ist samstags und sonntags Fischmarkt mit Direktverkauf der Fischer.

Und jetzt du:

Was sind deine persönlichen Highlights in Warnemünde?

Was meinst du?

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